Referenzschule für Medienbildung

Zu Beginn des Schuljahres 2010/11 machte sich die Anton Fugger Realschule auf den Weg zur „Referenzschule für Medienbildung“. 30 bayerische Schulen quer durch die Schularten (darunter fünf Realschulen) wurden ausgewählt, für das Bayerische Kultusministerium und das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) in München innerhalb von zwei Jahren ein Konzept zu erarbeiten, das Medienbildung in der Schule verankert und sie damit fit für die Zukunft machen soll.

Der nach modernsten Aspekten gestaltete Schulhausneubau der Realschule Babenhausen bietet dafür die besten Voraussetzungen. Jedes Klassenzimmer verfügt nun über interaktive Tablet-Computer, Beamer, ein Lautsprechersystem und Internetanschluss. Daneben behalten jedoch die sogenannten „alten Medien“ wie Tafel und Kreide, das Schulbuch sowie Papier und Stift ihre Gültigkeit. Ziel ist ein ausgewogener Medien-Mix.

Im Rahmen des Projekts „Referenzschule für Medienbildung“ erarbeitete ein Team von engagierten Lehrern einen Medienentwicklungsplan, der die Grundlage für die zukünftige Ausgestaltung von Medienbildung in der Schule darstellt. Dieser Plan enthält Qualitätsziele, Maßnahmen zur Umsetzung dieser Ziele und eine Bewertung der bereits durchgeführten Maßnahmen.

Als eine Maßnahme und zugleich Kernstück des Projekts wurde ein Medien- und Methodencurriculum erstellt, das die Medienbildung planmäßig in den regulären Unterricht einbindet.

Das wichtigste Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Medienkompetenz unserer Schüler. Dazu gehören zum Beispiel die Fähigkeiten, Informationen aus dem Internet richtig zu bewerten, sich in sozialen Netzwerken verantwortungsbewusst zu bewegen oder eine Präsentation mit Hilfe neuer Medien zu gestalten und vorzutragen.

Eine weitere Zielsetzung soll aber auch die Bereicherung und Verbesserung des Unterrichts durch den Einsatz neuer Medien sein.
Auf diese Weise stellt sich die Anton Fugger Realschule Babenhausen auf die veränderten Lebens- und Kommunikationsbedingungen in unserer Gesellschaft ein und bereitet die Schüler auf eine Welt vor, in der soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter Chancen, aber auch Risiken bergen, in der Geräte wie Smartphones und Tablets selbstverständlich im Alltag verwendet werden und in der der Umgang mit dem Computer zum grundlegenden Handwerkszeug gehört.

Für das Schuljahr 20012/13 wird nun zudem in einem ersten Versuch eine Notebook-Klasse eingeführt, in der jeder Schüler seinen eigenen Computer besitzt. So lässt sich der Laptop als weiteres Unterrichtswerkzeug noch leichter im regulären Unterricht einsetzten.